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Eine der erfolgreichsten Breitensport-Rennserien auf einer der schönsten Rennstrecken der Welt - der Nürburgring Nordschleife. Trackday-Forum.com Informiert euch in diesem Blog über die populäre Rennserie am Nürburgring und informiert euch laufend mit offiziellen Informationen zur VLN.

FotoCredits: VLN.de

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Manthey zum zweiten: Porsche siegt vor Mercedes-AMG und Audi

Spannung bis zum Schluss beim zweiten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring: Eine Runde vor dem Ende des vierstündigen Rennens trennten die drei führenden Autos – ein Porsche, ein Audi und ein Mercedes-AMG – gerade einmal 4,517 Sekunden. Am Ende holte sich Manthey-Racing den zweiten Sieg der Saison. Im Porsche 911 GT3 R wurden Richard Lietz und Fred Makowiecki nach 28 Runden mit einem Vorsprung von 4,535 Sekunden vor dem zweitplatzierten Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing abgewunken. Platz drei ging an das Audi Sport Team WRT.

Dramatisch endete das Rennen für das Audi Sport Team Land. In Führung liegend bog der Audi R8 LMS von Connor De Phillippi und Christopher Mies nach 27 gefahrenen Runden auf die Nordschleife ein. Einen möglichen Sieg vor Augen wurde der Land-Audi auf den letzten Metern jedoch wegen Spritmangels langsamer. „Um am Ende mit dem Porsche um den Sieg kämpfen zu können, mussten wir bei unserem letzten Boxenstopp in Runde 24 möglichst kurz nachtanken“, erklärte Teamchef Wolfgang Land. „Am Ende hat es ganz knapp nicht gereicht. Das ist ärgerlich.“

Der Weg war frei für Makowiecki und Lietz, die den zweiten Sieg in Folge im Manthey-Porsche 911 GT3 R einfuhren. „Zugegeben, wir hatten heute Glück. Aus eigener Kraft wäre der Sieg nicht drin gewesen“, gestand Makowiecki, der mit seinem zweiten Saisonsieg die Tabellenführung in der VLN Langstreckenmeisterschaft verteidigte. „Unser Rennen war erneut stark. Wir hatten eine gute Strategie und haben keine Fehler gemacht.“ Lietz ergänzte: „Der Plan bei meinem ersten Einsatz auf der Nordschleife in diesem Jahr war es, mich für die bevorstehenden Rennen einzuschwingen. Dabei direkt auf dem Podium zu landen, ist fantastisch.“

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Seinen allerersten Renneinsatz 2017 absolvierte DTM-Pilot Nico Müller. Und der Schweizer, der sich das Cockpit im WRT-Audi R8 LMS mit Marcel Fässler und Robin Frijns teilte, war mit Platz drei ebenfalls sehr zufrieden: „So kann das in diesem Jahr von mir aus gerne weitergehen. Ich hatte im Rennen jede Menge Spaß – endlich wieder Nordschleife.“

Für das Bentley Team Abt fuhren Christian Mamerow, Nico Verdonck und Jordan Petter auf Platz vier. Hinter den Pechvögeln De Philippi und Mies belegten Dennis Busch, Nicolay Møller Madsen, Mike Rockenfeller und Frank Stippler im Phoenix-Audi Rang sechs.

Zweiter Pro-Am-Sieg für Otto Klohs

Der Sieg in der Pro-Am-Wertung der GT3 ging zum zweiten Mal an Otto Klohs im Manthey-Porsche 911 GT3 R. Den Privatier aus Ludwigshafen unterstützten beim zweiten Lauf Lars Kern und Mathieu Jaminet. Jaminet fuhr bei seinem ersten Einsatz im GT3-Boliden auf der Nordschleife auf die Pole-Position, der 22-jährige Franzose ließ mit einer Bestzeit von 8:00,619 Minuten die versammelte GT3-Konkurrenz hinter sich. Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Andreas Ziegler belegten im Frikadelli-Porsche 911 GT3 Platz zwei in der Pro-Am-Wertung, Dritte wurden Markus und Stefan Schmickler im Mercedes-AMG GT3 von Landgraf-Motorsport.

Enger Zweikampf um den Sieg in der Cup 4

Den knappsten Zieleinlauf beim 42. DMV 4-Stunden-Rennen gab es in der Klasse Cup 4 (TMG GT86 Cup): Das Ring-Racing-Duo Nils Jung und Florian Wolf setzten sich mit nur 0,984 Sekunden Vorsprung gegen Manuel Amweg und Frédéric Yerly vom Toyota Swiss Racing Team durch.

Wiederholungstäter in der Cup 5- und TCR-Klasse

Im BMW M235i Racing Cup feierten Thomas Jäger und Rudi Adams den zweiten Sieg in Folge. Das Duo des Team Scheid - Honert Motorsport ließ 17 Konkurrenten in der Klasse Cup 5 hinter sich und belegt aktuell in der Fahrerwertung hinter Makowiecki Rang zwei.

Andreas Gülden und Benjamin Leuchter gewannen ebenfalls zum zweiten Mal in Folge ihre Klasse. Im Volkswagen Golf GTI von mathilda racing gewannen sie die in diesem Jahr neu eingeführte TCR-Klasse. Platz zwei ging an Bradley Philpot, Jürgen und Joachim Nett, die nach einem Ausfall im Auftaktrennen mit ihrem Peugeot 308 Racing Cup einen Podestrang einfuhren.

Der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 24. Juni statt. Der 59. ADAC ACAS H&R-Cup führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

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Auch beim zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft folgen Teams und Fahrer aus der ganzen Welt dem Ruf der legendären Nürburgring Nordschleife. Für das 42. DMV 4-Stunden-Rennen sind erneut mehr als 190 Fahrzeuge genannt.

Über 190 Autos haben die Teams für den zweiten Saisonlauf der VLN genannt, sie werden von rund 450 Fahrern aus 28 Nationen pilotiert. Angeführt wird das Teilnehmerfeld, wie schon beim Saisonauftakt, von über 30 GT3-Rennwagen der Marken Audi, Bentley, BMW, Ferrari, Mercedes-AMG und Porsche. In den Cockpits sitzen erfolgreiche Top-Piloten wie der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann, die ADAC GT Masters-Gewinner Christopher Mies und Connor De Phillippi oder die Blanc-pain GT Series-Sieger Maximilian Buhk und Dominik Baumann.

Die Pro-Am-Klasse ist umkämpft

In der GT3-Klasse werden neuerdings drei Sieger gekürt: in der Profi-Wertung, in der Pro-Am-Wertung und in der Gentlemen-Wertung. Diese Kategorisierung wirkt sich auf die Tageswertung in der Klasse und die Vergabe der Pokale bei der Siegerehrung aus. In der Pro-Am-Wertung treffen Teams aufeinander, die seit jeher bei den treuen und fachkundigen VLN-Fans ganz hoch im Kurs stehen.

Das Wochenspiegel Team Monschau setzt 2017 einen Ferrari 488 GT3 ein, den beim zweiten Lauf Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg pilotieren. Neben ihnen sind auch Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Andreas Ziegler mit ihrem Frikadelli-Porsche 911 GT3 R Kandidaten auf den Pro-Am-Siegerpokal. Einen Mercedes-AMG GT3 schickt Landgraf Motorsport mit den Fahrern Klaus Landgraf, Markus und Stefan Schmickler ins Rennen.

Der erste Pro-Am-Sieg in der VLN ging vor zwei Wochen an den Amateur Otto Klohs, der im Auftaktrennen den Manthey-Porsche 911 GT3 R zusammen mit den Profis Sven Müller und Robert Renauer fuhr. Beim zweiten Rennen wechselt sich Klohs mit Lars Kern und dem Franzosen Mathieu Jaminet am Steuer ab. Das zweite Auto unter der Bewerbung von Manthey-Racing ist mit „Steve Smith“, Hari Proczyk und Matteo Cairoli besetzt.

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Spektakulär und individuell: die Klasse SP8

Eine bunte Mischung bietet die SP8, die Klasse für Fahrzeuge mit einem seriennahen Motor bis zu 6.250 ccm Hubraum. Die großvolumigen Boliden vom Schlage eines Aston Martin Vantage, BMW M3 GTR, Ferrari 458, Ford Mustang GT, Lamborghini Huracán oder Lexus RCF sind bei den Fans an der Nordschleife ebenfalls sehr beliebt.

Beim Auftaktrennen hatte das NGK Spark Plug Racing Team mit seinem Ferrari 458 noch Pech, schied bereits in der Einführungsrunde aus. Beim zweiten Lauf soll der über den Winter neu aufgebaute GT-Sportwagen endlich durchstarten. „Wir haben mit dem alten Fahrzeug große Erfolge eingefahren, aber schließlich war er doch etwas in die Jahre gekommen“, erklärt Martin Kohlhaas, Teamchef und Fahrer in Personalunion. „Wir haben entschieden, einen neuen Ferrari anzuschaffen. Die Karosserie stammt von der GT3-Version, wurde jedoch, wie auch die Technik, für einen Start in der Klasse SP8 entsprechend modifiziert.“

Dörr Motorsport haderte beim Saisonauftakt, laut eigenen Aussagen, mit einem „launischen Heckflügel“ am Lamborghini Huracán Super Trofeo, der das Team aus Frankfurt am Main daran hinderte, überhaupt an den Start zu gehen. Die Probleme am Supersportler aus Italien sind mittlerweile behoben, und Dominik Schwager, Philipp Wlazik und Uwe Wächtler wollen endlich Rennkilometer sammeln.

Zum ersten Mal in diesem Jahr bringt Ring Racing aus Boxberg nahe des Nürburgrings zwei Autos an den Start. Das Team errang in der vergangenen Saison zwei Klassensiege in der SP8. Beim 42. DMV 4-Stunden-Rennen sind nun sowohl die Limousine Lexus ISF CCS-R als auch das Coupé Lexus RCF im Einsatz.

Sie alle jagen Privatier Bernd Kleeschulte, der mit seinem BMW M3 GTR beim Auftaktrennen die Klasse gewann. Für den 47-Jährigen war es der fünfte Klassensieg in der VLN, der erste in der Klasse SP8.

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Motorsport pur: vor Ort erleben oder im Livestream

Der Startschuss für das 42. DMV 4-Stunden-Rennen fällt am Samstag, dem 8. April 2017, um 12 Uhr. Zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10:00 Uhr die Startplätze ausgefahren. Zwischen Training und Rennen haben Ticketbesitzer die Möglichkeit, beim Pitwalk die Boxengasse und im Anschluss daran sogar die Startaufstellung zu besuchen. Eintrittskarten sind vor Ort an den Tageskassen, an den Zugängen zum Fahrerlager und an den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, erhältlich. Für familienfreundliche 15 Euro (Jugendliche unter 14 Jahre haben freien Eintritt) gibt es Motorsport zum Anfassen. Der Besuch der Nordschleife ist kostenlos.

Der zweite VLN-Lauf wird ab 8:15 Uhr live im Internet über die offizielle Website VLN.de und über den VLN-Facebook-Kanal übertragen.

Allez les bleus: Drei Franzosen siegen im Manthey-Porsche

Großer Jubel beim VLN-Traditionsrennstall Manthey-Racing: Romain Dumas, Fred Makowiecki und Patrick Pilet sicherten sich den Sieg beim Auftaktrennen der VLN-Saison 2017. Zum ersten Mal in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft standen drei Franzosen auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Im Porsche 911 GT3 R setzten sich die Porsche-Werksfahrer in einem spannenden Vier-Stunden-Rennen gegen Christer Jöns, Chris Brück und Jordan Pepper im Bentley Continental GT3 durch. Die Bentley-Boys feierten den ersten Podiumserfolg für die britische Traditionsmarke in der VLN. Platz drei ging an das Audi Sport Team Land mit den Piloten Christopher Mies, Connor De Phillippi und Markus Winkelhock im Audi R8 LMS.

Bei strahlendem Sonnenschein pilgerten die Fans in Massen an den Nürburgring. Und sie erlebten schon im Zeittraining eine Demonstration dessen, wie eng es an der Spitze der weltweit größten Breitensport-Rennserie zugeht. Angeführt von den späteren Siegern – Pilet markierte in 8:01,661 Minuten die Bestzeit – blieben die ersten 28 Fahrzeuge innerhalb von nur zehn Sekunden auf dem 24,358 Kilometer langen Eifelkurs.

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Auch im Rennen bestimmten die GT3-Porsche über weite Strecken das Geschehen. In der vorletzten Runde führte der Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports das Rennen an. Dann unterlief Laurens Vanthoor ein folgenschwerer Fehler. Der Belgier geriet beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs aufs Gras, verlor beim Anbremsen der Hohenrain-Schikane die Kontrolle über sein Auto und schlug seitlich in die Streckenbegrenzung ein. Zwar konnte er den Porsche noch an die Box fahren, dort stellte das Team aber eine gebrochene Spurstange fest. „Ich wollte Falken den ersten Sieg bescheren“, kommentierte der enttäuschte Vanthoor per Twitter, während die Sieger auf dem Podium feierten. „Ich habe in einigen Code 60-Phasen Zeit verloren und musste deshalb volles Risiko gehen, um die wieder aufzuholen. Das war ein Fehler.“

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So erbte Patrick Pilet, der zu diesem Zeitpunkt nur rund zwei Sekunden Rückstand auf Vanthoor hatte, den Sieg kampflos. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Bentley betrug im Ziel 1:08,751 Minuten. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich es geschafft hätte, Laurens auf der Strecke noch zu überholen “, gab Pilet zu. „Wir haben uns ein spannendes Duell um die Spitze geliefert und waren dabei auf Augenhöhe. Je nach Verkehr war teils er auf eine Runde betrachtet etwas schneller, teils ich. Es wäre auf jeden Fall am Schluss sehr, sehr eng geworden.“

Groß war die Freude über den ersten Bentley-Podestrang bei Chris Brück: „Ich bin so aufgeregt, als hätte ich gerade eine Meisterschaft gewonnen“, gestand der Kölner. „Das war lange fällig, heute hat es endlich geklappt. Klar haben wir von dem Ausfall des Falken-Porsche profitiert, aber wir wären auch ohne diesen Zwischenfall auf dem Podium gelandet.“

Den selbst gestellten Ansprüchen wurde das Audi Sport Team Land mit Platz drei nicht ganz gerecht. „Das hätte besser laufen können“, bekannte Christopher Mies. „Platz zwei wäre unter Umständen drin gewesen heute, gegen die Porsche war aber heute kein Kraut gewachsen.“ Das Team handelte sich im Rennen eine Durchfahrtsstrafe ein, weil bei einem Boxenstopp die Mindeststandzeit nicht eingehalten wurde.

Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden Audi R8 LMS des Audi Sport Team WRT auf die Plätze vier und fünf. Das Schwesterfahrzeug von Phoenix Racing belegte Rang sechs vor dem schnellsten Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon mit den Fahrern Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal, Daniel Juncadella und Luca Stolz.

Enge Entscheidungen in den kleinen Klassen

Nur wenige Zentimeter entschieden über Sieg und Niederlage im heiß umkämpften BMW M235i Racing Cup. Mit dem hauchdünnen Vorsprung von sieben Tausendstelsekunden setzten sich Thomas Jäger und Rudi Adams vom Team Scheid-Honert Motorsport gegen Solist Yannik Mettler im Cup-Auto unter der Bewerbung des ADAC Team Weser-Ems durch.

Ähnlich umkämpft war der Zieleinlauf in der Klasse V4 (VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum). Hier setzten sich die Lokalmatadore vom MSC Adenau, Marcel Mannheller und Hajo Müller, mit 0,818 Sekunden gegen Oskar Sandberg und Thorsten Kratz aus dem Team Securtal Sorg Rennsport durch. Die seriennahe Klasse war mit 18 Fahrzeugen sehr gut besetzt, beide Siegerteams pilotierten einen BMW 325i.

Der erste Sieg in der TCR-Klasse geht an mathilda racing 

Die ersten Sieger in der neuen TCR-Klasse der VLN heißen Andreas Gülden und Benjamin Leuchter. Im Volkswagen Golf GTI TCR von mathilda racing setzten sich die beiden gegen sechs Konkurrenten durch. Gülden war bereits im vergangenen Jahr am ersten Sieg eines TCR-Autos in der VLN beteiligt, damals allerdings noch in der Klasse SP3T.

Die Gesamtsieger sind die ersten Tabellenführer

Die GT3-Klasse war beim Auftaktrennen mit 33 Fahrzeugen am stärksten besetzt. Dementsprechend sind Dumas, Makowiecki und Pilet auch die ersten Tabellenführer der Saison 2017. Auf Platz zwei folgen Adams und Jäger als Sieger der Cup 5-Klasse (22 Fahrzeuge), Manheller und Müller sind Dritte. Die Tabelle nach dem ersten Lauf spiegelt die enorme Bandbreite der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wider.

Insgesamt nahmen 188 Fahrzeuge von 24 unterschiedlichen Automobilherstellern die 63. ADAC Westfalenfahrt in Angriff. 466 Fahrer aus 27 Nationen waren im Einsatz. Insgesamt gingen 33 GT3-Autos an den Start; mit 77 Fahrzeugen waren die VLN-Specials am stärksten vertreten. Mit von der Partie waren aber auch 58 Cup-Fahrzeuge und 44 seriennahe Produktionswagen. Neun Gruppe H-Fahrzeuge komplettierten das Teilnehmerfeld.

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VLN-Auftakt: Das wird ein Fest

Die Vorfreude steigt: Am kommenden Samstag, 25. März 2017 geht es in der „Grünen Hölle“ endlich wieder rund. Nach langer Winterpause – fast fünf Monate lang blieben die Motoren auf der legendären Nürburgring Nordschleife stumm – startet die VLN Langstreckenmeisterschaft mit der 63. ADAC Westfalenfahrt in ihre 41. Saison. Mehr als 190 Fahrzeuge haben für das Auftaktrennen genannt und werden den Fans ein Motorsportfest sondergleichen bereiten.

Mit von der Partie ist die Elite des europäischen Motorsports: erfolgreiche Topstars aus der internationalen Sportwagenszene, ehemalige Le Mans-Sieger und fast das halbe DTM-Fahrerfeld. Und Topfahrzeuge vom Schlage eines Audi R8 LMS, Bentley Continental GT3, BMW M6, Ferrari 488, Lamborghini Huracan, Mercedes-AMG GT3, Nissan GT-R Nismo und Porsche 911 GT3, garniert von Exoten wie dem Renault R.S. 01 und dem Glickenhaus SCG003C, lassen die Herzen der Fans rund um die Nordschleife höher schlagen. Nicht weniger als 36 hochkarätige Rennboliden aus der GT3 (SP9) und der SP-X-Klasse kämpfen um den Tagessieg. Da wird so manche reine GT-Serie neidisch.

Die wahren Helden fahren Kleinwagen

In der weltweit größten Breitensport-Rennserie sind die wahren Helden jedoch abseits der Spitzengruppe zu finden. Denn von den Top-Autos mit über 500 PS reicht die Bandbreite der Fahrzeuge in der VLN bis hin zum seriennahen Renntourenwagen mit gerade mal 1,8 Litern Hubraum.

Reiner Thomas aus Hürth und Manfred Schmitz aus Kerpen bilden in der Klasse V2 mit ihrem kleinen BMW 318is beim Saisonauftakt das andere Ende des Teilnehmerspektrums. Ihr seriennaher Produktionswagen leistet weniger als ein Drittel der hubraumstarken PS-Boliden in der Spitzengruppe, trotzdem sind die beiden mit mindestens ebenso großer Begeisterung dabei. Und wenn sie nach Ablauf der Vier-Stunden-Distanz die Zielflagge sehen, ist ihre Freude wohl um ein Vielfaches größer als bei den arrivierten Profirennfahrern. Thomas und Schmitz gehen seit 2013 regelmäßig in der VLN an den Start. 2016 haben sie bei allen Rennen die Zielflagge gesehen – als Sieger. Zugegeben, siebenmal hätten sie auch nur sich selber schlagen können, denn sie waren die einzigen Teilnehmer in der V2. Ihren Ehrgeiz schmälert das nicht im Geringsten, auch 2017 greifen sie wieder voll an.

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Publikumslieblinge aus der Region

Man muss nicht unbedingt Kleinwagen fahren, um in der Gunst treuer und fachkundiger VLN-Fans ganz weit oben zu stehen. Das gelingt einem, natürlich, auch mit einem GT3-Auto, wie das WTM-Racing und Frikadelli-Racing traditionell auf und an der Nordschleife seit Jahren eindrücklich unter Beweis stellen.

WTM, das steht in diesem Jahr für „Wochenspiegel Team Monschau“. Teameigner Georg Weiß hat in der Winterpause Marke und Auto getauscht: Ferrari 488 GT3 statt Porsche 911 GT3 R. Dafür startet der Unternehmer aus Monschau weiterhin zusammen mit seinen langjährigen Weggefährten Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg in die neue VLN-Saison. Eine Platzierung in den Top-Ten scheint angesichts der geballten Macht der Gegner in der GT3-Klasse schon sehr schwierig. Trotzdem darf man sicher sein, dass die Fans die Fahrt des Amateur-Quartetts feiern werden, schließlich sorgt Weiß mit seinem flammneuen Ferrari für Abwechslung und untermauert seinen Individualismus.

Einen Neuzugang gab es bei Frikadelli-Racing. Der Porsche des Fleischwarenfabrikanten Klaus Abbelen und seiner Lebensgefährtin Sabine Schmitz wird in diesem Jahr erstmals auch von Andreas Ziegler aus Remagen pilotiert. Der Newcomer im Team – der 46-jährige Lokalmatador zählt zu den erfahrenen Nordschleifen-Piloten – kehrt nach einem Jahr im Audi R8 LMS zum Neunelfer zurück, dessen unterschiedlichen Modelle er in den sechs Jahren davor pilotierte. 2015 fuhr er mit dem GT-Klassiker aus Stuttgart zu seinem bislang einzigen Klassensieg. Der Österreicher Norbert Siedler komplettiert das Frikadelli-Quartett.

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Alter schützt vor Rennspeed nicht

Der mit Abstand älteste Rennwagen im bunt gemischten Starterfeld ist der Opel Manta von Olaf Beckmann. Das Sportcoupé ist seit 1994 in der Langstreckenmeisterschaft dabei und errang 51 Klassensiege in 113 Rennen – und ein Ende ist nicht abzusehen. Nicht nur der Wagen hat viele Jahre auf dem Buckel (mittlerweile weit über 50.000 Rennkilometer), auch Beckmann und seine Mitstreiter Peter Hass und Volker Strycek sind reich an Erfahrung. Zusammen vereinen sie 189 Lenze im Manta.

Volker Strycek tritt zudem auch in dieser Saison wieder den Beweis an, dass die VLN eine echte Familienangelegenheit ist. Zusammen mit Tochter Lena und Sohn Robin absolviert der ehemalige DTM-Meister im Opel Astra OPC Cup einen Doppelstart.

Die Meister gehen getrennte Wege

Während das Manta-Trio eine eingeschworene Mannschaft ist, gehen Alexander Mies und Michael Schrey, die amtierenden VLN-Meister und auch Gewinner des BMW M235i Racing Cup, 2017 getrennte Wege. Während Schrey dem Team Bonk-Motorsport und dem BMW Cup die Treue hält, ist Mies zum Gigaspeed Team GetSpeed Performance in die Porsche Cup-Klasse gewechselt. Dort fährt er zusammen mit Tim Scheerbarth, dem VLN-Champion von 2011, und dem Luxemburger Steve Jans einen Porsche 911 GT3 Cup. Vom eigenen Potenzial her hätte das Trio 2017 gute Aussichten auf den Titel, gäbe es da nicht das altbewährte Punktesystem der VLN, das die Fahrer am meisten belohnt, die in ihrer Klasse die meisten Konkurrenten hinter sich lassen. Beim Auftaktrennen ist die Porsche Cup-Klasse mit fünf Fahrzeugen dünn besetzt, so dass die Punkteausbeute selbst bei einem Sieg mager ausfallen würde.

Erlebnis VLN: Live vor Ort oder im Internet

In der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring steht der Begriff Fannähe nicht bloß für eine Marketing-Formel. In der VLN gibt es den Motorsport wirklich noch zum Anfassen. So lange die Motoren ruhen, haben Fans mit einem Fahrerlagerticket auch weiterhin Zutritt zur Boxengasse und sogar zur Startaufstellung. Für den familienfreundlichen Eintrittspreis von 15 Euro (Jugendliche bis 14 Jahren zahlen nichts) sind zudem auch die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs frei zugänglich. Tickets sind vor Ort an den Eingängen zum Fahrerlager und zu den Tribünen erhältlich.

Für Daheimgebliebene bietet die VLN in diesem Jahr einen deutlich verbesserten Service: Über die offizielle Website VLN.de gibt es von 8:15 bis zirka 16:30 Uhr einen Livestream, der 2017 noch mehr Live-Bilder von Onboard-Kameras aus der „Grünen Hölle“ umfasst. Abgerundet wird die Online-Übertragung durch Livetiming und Liveticker.

Das Zeittraining findet von 8:30 bis 10:00 Uhr statt. Das Rennen startet um 12:00 Uhr für die Distanz von vier Stunden.

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Evolution statt Revolution, so lautet das Motto für die VLN-Saison 2017. In Sachen Reglement werden die Macher der VLN eher an kleineren Stellschrauben drehen, der Effekt der Weiterentwicklung wird dafür ungleich größer sein. Eine der Haupterneuerungen ist 2017 die erstmals ausgeschriebene TCR-Klasse. „Wir erwarten in den kommenden Jahren mit der TCR eine teilnehmer- und wettbewerbsstarke Klasse in der VLN“, erklärt der VLN-Generalbevollmächtigte Karl Mauer. Weitere Reglementanpassungen für das kommende Jahr betreffen die Reifen, die Nenngeldstruktur und die GT3-Klasse.

Einheitsreifen in GT4- und in der TCR-Klasse

Die FIA-Fahrereinstufung ist in der kommenden Saison auch für die GT4-Klasse (SP10) relevant: Als Profis der Kategorie Platin eingestufte Fahrer werden nicht startberechtigt sein. Zudem sind in der SP10, die sich durch das gestiegene Interesse der Hersteller im GT4-Sektor wachsender Beliebtheit erfreut, nur noch Einheitsreifen geplant. Auch in der neu geschaffenen TCR-Klasse wird die Verwendung von Einheitsreifen erwogen.

Profi-, Pro-Am- und Gentlemen-Wertung in der GT3

In der GT3-Klasse (SP9) wurden in den letzten Jahren die Rufe nach einer gesonderten Amateurwertung lauter, 2017 entspricht die VLN diesem Wunsch. In den neun Rennen der kommenden Saison werden pro Lauf drei Sieger in der GT3-Klasse ermittelt: in der Profi-, in der Pro-Am- und in der Gentlemen-Wertung. „Bei der Fahrereinstufung werden wir uns an die Kategorisierung der FIA halten“, erklärt Mauer. Die FIA teilt die Piloten in der GT3 je nach Status und Erfolge in vier Kategorien ein: Platin, Gold, Silber und Bronze.

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Angepasste Nenngeldstruktur

Für alle Teams, die sich 2017 dazu entschließen, Autos in den Klassen V1 bis V4, VT1 und VT2, H2 oder TMG GT86 Cup (Cup4) einzusetzen, werden die Kosten geringer: Pro Lauf und Fahrzeug sind zukünftig 500 statt 600 Euro Nenngeld zu bezahlen.

Zudem kommt es beim Nenngeld in der GT3-Klasse zu einer Veränderung: Dieses richtet sich pro Auto nach der jeweiligen Fahrerkonstellation. Das Nenngeld für ein Auto in der Profi-Wertung liegt 2017 pro Lauf bei 4.500 Euro und für ein Auto in der Pro-Am-Wertung bei 3.500 Euro (dem Satz, der 2016 für alle Fahrzeuge in den Klassen SP9, SP-Pro und SPX galt). Das Nenngeld für die GT3-Fahrzeuge, die ausschließlich von Bronze-Piloten und ungelisteten Fahrern gesteuert werden, wurde auf 3.000 Euro pro Lauf festgelegt.

Die VLN auf der Essen Motor Show

Mehr als 300.000 strömen Jahr für Jahr zur Essen Motor Show – Europas größten Messe für Tuning, Motorsport, sportliche Serienfahrzeuge, Classic Cars und Motorräder. Zwischen dem 26. November und 4. Dezember (Fachbesuchertag ist der 25. November) lassen dort mehr als 550 Aussteller die Herzen eines jeden PS-Liebhabers höher schlagen. Selbstverständlich ist auch die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit einem großen Stand auf der Essen Motor Show vertreten. Die 60 Quadratmeter große Ausstellungsfläche in Halle 6.0, Stand A100 ist der Boxengasse am Nürburgring nachempfunden und traditionell ein wichtiger Anlaufpunkt für Fans und Teilnehmer.

Als Blickfang erwartet die Besucher des VLN-Standes unter anderem das Meisterfahrzeug der Saison 2016 – der BMW M235i Racing Cup von Alexander Mies und Michael Schrey, die mit Bonk Motorsport den Titel holten. Zudem wird der Porsche Cayman GT4 von Marc Hennerici und Moritz Oberheim zu sehen seien. Beide gewannen die im Jahr 2016 erstmals ausgeschriebene Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Außerdem präsentiert sich Farnbacher-Racing mit dem Lexus RC-F GT Prototype, dem Entwicklungsträger des japanischen Herstellers für den in Kürze erscheinenden GT3-Boliden.

In erster Linie ist der VLN-Stand Informationsbörse: Praktisch alle Fragen zur VLN-Saison 2017 werden beantwortet; Techniker stehen bereit, um langjährigen oder einsteigewilligen Teilnehmern – aber auch interessierten Fans – die Änderungen im Reglement für die Saison 2017 zu erläutern. Zudem wird die Ausschreibung für die Saison 2017 verfügbar sein und das kostenlose VLN-Handbuch 2017 ausliegen, in dem alle Interessierten die grundlegenden Informationen, Hintergründe und Regeländerungen zum kommenden Jahr auf der Nürburgring-Nordschleife nachlesen können.

Wer einen Blick auf die abgelaufene VLN-Saison werfen möchte, hat dazu dank eines Highlight-Videos auf einem der „Boxengassen“-Bildschirme Gelegenheit. Auf der Suche nach dem einen oder anderen Weihnachtsgeschenk können die Besucher am VLN-Messestand ebenfalls fündig werden. Vom T-Shirt bis zum Schlüsselanhänger – die Merchandising Collection hält für jeden Geschmack etwas parat.

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VLN 2017: Neunmal durch die „Grüne Hölle“

Der Terminkalender der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring für die Saison 2017 steht. Neunmal geht es im kommenden Jahr durch die „Grüne Hölle“. Acht Rennen führen über die Distanz von vier Stunden, das 6h-Rennen bildet am 19. August den Höhepunkt. Die Saison beginnt am 25. März und endet am 21. Oktober.

„Wir haben uns die Entscheidung, den Terminkalender auf neun Rennen zu reduzieren, nicht leicht gemacht“, räumt Karl Mauer, der Generalbevollmächtigte der VLN, ein. 40 Jahre lang umfasste die Langstreckenmeisterschaft zehn Rennen pro Saison. Nach dem Ausscheiden des AC Monheim hat die Veranstaltergemeinschaft neun Mitglieder, und 2017 ist jedes Mitglied der VLN, traditionell, für ein Rennen verantwortlich. 2016 war der MSC Adenau in die Bresche gesprungen und hatte zwei Rennen ausgerichtet – ein enormer personeller, organisatorischer und logistischer Aufwand für einen regionalen Motorsport-Club.

„Wir haben die vergangenen Jahre statistisch ausgewertet, und wir haben mit vielen Teilnehmern intensive Gespräche geführt“, erklärt Mauer. „Die Ergebnisse haben uns darin bestärkt, den Terminkalender der VLN kompakter zu gestalten. Auch wenn die Teilnehmerzahl 2016 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht angestiegen ist, war die Anzahl der Fahrzeuge, die bei allen zehn Veranstaltungen genannt waren, etwas rückläufig. Zudem bedeutet ein Rennen weniger eine nicht unerhebliche Reduzierung der Einsatzkosten für unsere Teams.“

Die VLN ist und bleibt Breitensport. Deshalb wird es auch bei neun Rennen weiterhin zwei Streichergebnisse geben; am Ende der Saison werden die sieben besten Rennresultate für die Endwertung herangezogen. „Dieser Fakt ist uns extrem wichtig“, unterstreicht Karl Mauer. „Was auch immer die Gründe sein mögen, auch Teams, die nicht an allen neun Rennen teilnehmen können, sollen die Chance haben, um die Meisterschaft mitzufahren.“

Die Renntermine der VLN 2017:
25.03. - 63. ADAC Westfalenfahrt
08.04. - 42. DMV 4-Stunden-Rennen
24.06. - 59. ADAC ACAS H&R-Cup
08.07. - 47. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy
19.08. - ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
02.09. - 40. RCM DMV Grenzlandrennen
23.09. - 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
07.10. - 49. ADAC Barbarossapreis
21.10. - 42. DMV Münsterlandpokal

Impressionen

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Frischer Wind in der VLN – neue TCR-Klasse ab 2017

Die VLN schreibt 2017 erstmals eine eigene Klasse für TCR-Fahrzeuge aus. Das 2015 ins Leben gerufene Reglement für seriennahe Renntourenwagen mit Frontantrieb und Zwei-Liter-Turbomotoren erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit. Das Interesse der Automobilhersteller an der TCR ist groß: 2016 waren in der TCR International Series sowie in den unterschiedlichen nationalen und regionalen TCR-Rennserien Fahrzeuge der Marken Alfa Romeo, Ford, Honda, Opel, Peugeot, Seat, Subaru und Volkswagen am Start. Das TCR-Auto des südkoreanischen Herstellers KIA steht in den Startlöchern, und der neu entwickelte Audi RS 3 LMS feierte jüngst beim Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring seine Rennpremiere.

„Das TCR-Reglement ist ein Format mit großer Zukunft“, ist sich Karl Mauer, der Generalbevollmächtigte der VLN, sicher. „Vom Grundgedanken her gibt es Parallelen zu den Klassen der GT3- und GT4, die ebenfalls nahezu unverändert national wie international eingesetzt werden. Somit können TCR-Fahrzeuge aus der ganzen Welt künftig auch in der Langstreckenmeisterschaft an den Start gehen.“

Die baugleichen TCR-Fahrzeuge werden seit diesem Jahr bereits in der ADAC TCR Germany eingesetzt, die mit bis zu 27 Fahrzeugen im Rahmen des ADAC GT Masters startete. An den TCR-Autos, die in der Regel für Sprintrennen entwickelt wurden, sind für den Langstreckeneinsatz auf der Nordschleife nur wenige Anpassungen notwendig. Die VLN wird in enger Zusammenarbeit mit der Engstler Motorsport GmbH, die Rechteinhaber der TCR in Deutschland ist, die Eckdaten des Reglements für die VLN-Klasse erarbeiten. Dabei steht vor allem die Absicht im Vordergrund, die Einsatzkosten in einem für Privatteams vertretbaren Rahmen zu halten. „Unser Plan ist es beispielsweise, einen Einheitsreifen für den Einsatz der TCR-Fahrzeuge in der VLN vorzuschreiben“, erklärt Mauer.

TCR-Serien wurden 2016 in den Benelux-Ländern, in Deutschland, Italien, Portugal, Russland, Spanien und Thailand ausgetragen. Daneben gab es regionale Wertungen in Europa und Asien sowie die internationale Meisterschaft. „Die Möglichkeit, den Tourenwagen weltweit zum Einsatz bringen zu können, ist der Hauptgrund, weshalb nun so viele Hersteller auf den TCR-Zug aufspringen“, bestätigt Karl Mauer. „So existiert nicht nur ein großes Angebot an Neufahrzeugen für Kundenteams, es werden in Zukunft auch vermehrt gebrauchte Rennautos auf den Markt kommen, und für die ist die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ein sehr gutes Einsatzfeld. Wir erwarten in den kommenden Jahren mit der TCR eine teilnehmer- und wettbewerbsstarke Klasse in der VLN.“

Schon 2016 waren einige TCR-Autos in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in der Klasse SP3T am Start: Aimpoint Racing (Seat Leon Cup Racer), Kissling Motorsport (Opel Astra TCR), Lubner Motorsport (Honda Civic Type R TCR), mathilda racing (Seat Leon TCR) und Phoenix Racing (Audi RS 3 LMS) setzten die seriennahen Tourenwagen auf der Nordschleife ein. Auch wenn die TCR-Fahrzeuge leistungsmäßig auf dem Papier den angestammten SP3T-Fahrzeugen unterlegen waren – mathilda racing feierte mit dem Seat Leon zwei Klassensiege, Kissling hatte mit dem neuen Opel Astra einmal die Nase vorne.

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