RM51

Der Martini BMW E36

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Servus miteinander,

Vielleicht kennen ein paar Leute bereits mein damaliges Auto schon, da es doch etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen hat als ich dachte. Ich fuhr einen BMW E36 323ti Compact mit einer Martini Folierung regelmäßig auf der Nordschleife letztes Jahr.

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Leider hatte ich mit dem Auto einen Einschlag gehabt und musste die traurige Entscheidung treffen, das Auto nicht zu reparieren, da es sonst die Kosten vollkommen gesprengt hätte. Somit steht er erstmal in der Garage rum und dient als Ersatzteilespender für uns. Wer dennoch etwas mehr über das Auto wissen möchte, der kann sich die Beschreibung des Videos von einer meiner NOS Runden durchlesen:

Das heißt jedoch nicht, das ich mit dem Hobby, welches ich nun 16 Jahre betreibe, aufhören werde. Etwas neues musste her, dar keine Frage. In den E36 habe ich mich sehr schnell verliebt, das Fahrgefühl ist genau so wie es bei einem Auto sein sollte. DIE Karosserie zu finden ist aber, wie jeder inzwischen weiß, keine leichte Aufgabe. E46 und E92 waren ebenfalls im Blickfeld, jedoch entschloss ich beim E36 zu bleiben. Die Anschaffung wäre zwar bei den anderen Modellen billiger gewesen, jedoch haben viele weitere Argumente einfach dagegen gesprochen.

Nach 1-2 Monaten Suche habe ich einen Kandidaten gefunden. Die Basis der Karosserie war zwar nicht 100% perfekt, hat jedoch schon viele grüne Haken gesetzt: Kein Schiebedach, Unter 190.000km, Wagenheberaufnahmen neu gemacht, Kein Rost an Radläufen und es war schon der M52B25 verbaut. Leicht verbastelt war er zwar (z.B. Löcher in Hutablage für Audiosystem) und paar kleine Roststellen an nicht so wichtigen stellen wie z.B. Reserveradmulde oder am Unterboden im Getriebetunnel hatte er auch.

Auch wenn er nicht der billigste war, die Kompromisse habe ich in Kauf genommen und den Wagen geholt, da der Markt sowieso zu teuer ist und genug Schrott angeboten wurde.
Es wurde ein BMW E36 323i Limousine.

IMG_1844.jpg

Obwohl der Compact echt gut ging und meiner Meinung nach unterschätzt wird, wollte ich schon immer eine Limo oder ein Coupe haben. Den Compact hatten wir auch nur, weil er damals vom Zustand und Preis unschlagbar war.

Folgende Teile sind erstmal für den Umbau geplant:

  • KW Racing 2-Fach Fahrwerk
  • Differential: 3,46 mit 45% Sperre
  • AST PRO V4 Schraubkäfig mit FIA-Kreuzen
  • Serien Bremsanlage mit Pagid RSL29
  • Stahlflex-Leitungen rundum
  • ENDLESS RF-650 Bremsflüssigkeit
  • M50 Ansaugbrücke
  • Doppelflutige Abgasanlage mit Supersprint ESD
  • CAE Shifter
  • Strongflex 90 ShA Lager Komplettset
  • Uniball obere Längslenker Lager
  • Uniball Querlenker Lager
  • Uniball Sturzstrebe
  • H&R Stabilisatoren
  • SCHROTH 6-Punkt Gurte
  • Animal-Racing Sitzkonsolen
  • Sabelt GT3 Vollschalensitze
  • OMP Corsica Lenkrad

Das sollte fürs erste reichen :8_laughing:. In Zukunft passiert aber noch einiges. Die Martini Folierung kehrt auch zurück, jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. Zuvor sollten andere Baustellen erstmal erledigt werden ;)

Diesen Thread möchte ich auch als Sammelpunkt erstellen und gleichzeitig detailliert erklären, WARUM ich mich für bestimmte Teile entschieden habe. So etwas fehlt meiner Meinung nach bei 95% der anderen Tracktool Vorstellungen, obwohl es ein interessantes Thema ist. Ziel soll es sein, auch auf weitere Tipps und Erfahrungswerte von Forenmitglieder zurückgreifen zu können sowie vor bestimmten Entscheidungen/möglichen Fehlkäufen zu warnen. Bei einem Ringtool Umbau kann viel in die Hose gehen, was man gar nicht auf den Schirm hat. Zu dem bin ich bestimmt nicht der einzige, der Nächtelang nachgedacht und gesucht hat, welche Teile man nun kaufen sollte und welche nicht. Wie jeder weiß: Wer billig kauft, kauft zwei mal.

Am Wochenende stehen die ersten richtigen Umbauarbeiten an. Ich werde alles dokumentieren und den Beitrag dann wieder aktualisieren :12_slight_smile:

 

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Schönen Gruß aus dem WW nach NR :14_relaxed:

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Das erste Wochenende ist vorbei und das wichtigste wurde sofort angegangen: Rostbehandlung. Ein kurzer Blick hat gereicht, um festzustellen, dass die Hinterachse schon bessere Tage gesehen hatte.

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Deshalb wird die ganze Hinterachse komplett ausgebaut und revidiert. Das heißt: einmal ganz klassisch Lager auspressen, sandstrahlen und pulverbeschichten.

 

Somit konnten die eigentlichen Rost-Bearbeitungen am Unterboden beginnen. Viele greifen zu Schleifscheiben aus Flies (oder ganz normale), wir hatten jedoch eine möglich bessere, aber dafür deutlich schmutzigere Idee gehabt: Sandstrahlen.
Probieren geht über studieren, und das Ergebnis war doch überraschend.

Hier die ersten Versuche Rost mit der Flex zu entfernen:

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Und nun eine der vier Hinterachsaufnahmen mit einer Sandstrahlpistole angeschlossen am Kompressor mit ca. 8 Bar

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Es ging sehr schnell alles und sauber weg. Zuvor haben wir noch ein paar Planen rund ums Auto angebracht, um so wenig Körner wie möglich zu verteilen, um diese dann auch zu sammeln und wieder zu verwenden. Putzen blieb danach dennoch nicht aus und ganz wichtig: Unbedingt mindestens Schutzbrille anziehen und idealerweise ein Face Shield verwenden (vielleicht auch eine Staubmaske).

So wurden dann alle anderen Aufnahmen entrosten sowie andere Roststellen unter dem Getriebetunnel.

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Danach haben wir uns ein paar Tipps von zwei (unabhängig voneinander) Karosseriebauer geholt, die das vermutlich schon länger machen als ich überhaupt lebe :8_laughing:.

Von Rostumwandler halten beide nix: „Blank ist Blank“. Blank machen und lackieren hätte gereicht. Da wir aber noch eine unbenutzte Flasche „Fertan Rostumwandler“ in der Garage rumliegen hatten, haben wir es einfach fürs gute Gewissen trotzdem an alle blanken Stellen bepinselt.

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Nach 24 Stunden wurde das Ganze mit Wasser ordentlich abgewischt. Danach mit „Dupli Color Rostschutzhaftgrund“ in Grau angesprüht…

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… und mit „Steinschlag- und Unterbodenschutz von Würth“ versiegelt.

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Natürlich würde es nochmal deutlich schöner aussehen, wenn der ganze Unterboden mit neuem Unterbodenschutz eingesprüht wäre, jedoch habe ich mir die Arbeit erspart. Die funktionierende Technik war mit deutlich wichtiger und das Auto soll ja dieses Jahr noch fahren.

Ich habe mich auch bewusst gegen Verstärkungsbleche für die Hinterachse entschieden. Gerissene Hinterachsen sind eher bei E36 vor 1994 problematisch gewesen. Und vor dem Ausbau/Entrostung sahen die Aufnahmen auch noch super aus. Als Vorbeugungsmaßnahme sicherlich nicht verkehrt, jedoch meiner Meinung nach kein Must-have. (Hoffentlich bereue ich die Entscheidung nicht :1_grinning:)

Zudem haben wir die Bremsleitungen hinten ebenfalls erneuert, da die Leitungen so verrostet waren, dass man diese ohne Kraftaufwendung mit der Hand brechen konnte. Dafür hatten wir uns ein Biegewerkzeug geholt, um uns den Spaß zu erleichtern. Für die ersten Biegungen am Bremssattel nahmen wir uns die alte Bremsleitung als Vorbild. Danach das Ende der Leitung provisorisch am Leitungshalter reingefädelt und mit der Hand grob die Führungen hinter dem ausgebauten Tank selbst gebogen, da dies deutlich einfacher war als 1:1 dieselbe Struktur versuchen hinzukriegen.

 

Die Hinterachse soll schon nächste Woche fertig sein. Über das Ergebnis sowie die Kosten werde ich berichten.

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Cooles Projekt, danke fürs Dokumentieren! Und finde ich auch prima, dass über das "warum" im Bezug auf Auswahl der Komponenten gesprochen werden soll.

Bin eh immer wieder überrascht, wieviel Schwung die E36-Leute speziell auf der NOS bei einigen Kurven noch mitgenommen bekommen. Mit gutem Fahrwerk, Semis und erfahrenem Piloten kann auch ein 328i zur harten Nuss für jede Menge nominell schnellerer Autos werden...

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vor 9 Stunden schrieb matt:

Bin eh immer wieder überrascht, wieviel Schwung die E36-Leute speziell auf der NOS bei einigen Kurven noch mitgenommen bekommen. Mit gutem Fahrwerk, Semis und erfahrenem Piloten kann auch ein 328i zur harten Nuss für jede Menge nominell schnellerer Autos werden...

Ist zwar immer viel umgebaut, aber ich denke man kann schon sagen, dass der E36 irgendwie seiner Zeit voraus war/ist.

Bin selber immer wieder überrascht, bei wie vielen Autos ich mithalten kann oder sogar schneller bin (außer auf der Geraden :3_grin::3_grin:)

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Die Hinterachse hat doch etwas länger gedauert, somit verzögert sich der Einbau ein klein wenig.

Währenddessen habe ich mich schon mal um andere „Kleinigkeiten“ gekümmert.

Somit gings zur nächsten Arbeit: Alles raus, was keine Miete zahlt.

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Dann ging es an die Teermatten. Ich habe es mit Trockeneis probiert, was auch gut ging. Für die seitlichen Matten habe ich mir Pappe zurechtgeschnitten und mit Panzertape befestigt. Das Eis sollte hier noch gut Abstand zum Tape haben bzw. die Pappe nicht zu viel bewegen, da sich der Kleber ebenfalls mit löst und nicht mehr stabil ist. Sobald die Teermatten eine schöne Frostschicht haben, lässt es sich ideal entfernen. Am besten funktionierte es mit einer Spachtel und dann leicht mit dem Hammer hinten draufhauen. So blieb am wenigsten Restkleber auf der Karosserie fest. Falls man an gewissen Stellen nicht mit der Spachtel gut hinkommt, kann das Draufhauen mit dem Hammer auf die Teermatten auch eine gute Lösung sein (vorausgesetzt die Matten sind kalt genug). Von vielen Leute habe ich gehört, dass 10-15kg ausreichen. Meiner Meinung nach ist man auf der 1000% sicheren Seite, wenn man 25-30kg bestellt. Somit bleibt das Eis in der Thermobox länger kalt und man muss sich keine Gedanken machen, irgendwo am Auto an Eis zu sparen und hat genug, um alles voll zu bedecken, um die zuvor besagte Frostschicht zu erhalten.

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Dennoch blieb genug Restkleber übrig, welcher sich sehr hartnäckig entfernen lässt. Hier gab es eigentlich nur eine Lösung, die 1A funktioniert hat. Alles mit WD-40 ordentlich einnässen (schon quasi ertränken) und über Nacht einwirken lassen. Danach konnte man es mit dem Tuch einfach wegwischen. SONAX Teerentferner war auch keine schlechte Lösung und funktionierte auch gut, wichtig ist auf jeden fall es lange einziehen lassen.

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Das Ergebnis nach langen schrubben, vielen weggeworfenen Tücher und einmal alles trocknen sieht so aus:

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Ich habe es geschafft, 10kg Teermatten rauszubekommen. Hier sei jedoch gesagt, dass ich nicht alle entfernt habe (wie z.B. in der Tür, im Kofferraum an der Seite oder an der Hutablage), da es mir am Ende doch zu aufwendig war für nur weitere 2kg.

Den Innenraum wollte ich gerne komplett Schwarz haben. Die Basis ist somit schon ideal und muss somit nicht den kompletten Innenraum neu lackieren. Die blanken Stellen habe ich mit einem Schleifvlies (240 Korn) angeraut und mit Silikonentferner saubergewischt. Eine Grundierung empfinde ich für den Innenraum als nicht notwendig. Nach etwas rumforschen habe ich herausgefunden, dass mein Auto die Farbe „Cosmosschwarz“ hat und bestellte mir, aufgrund von guten Bewertungen, den passenden Farbton von TRISTARcolor. Die Dose habe ich kurz an einer Stelle auf Farbgenauigkeit getestet und bin sehr zufrieden. Nach dem der Lack trocken war, konnte man nicht mehr erkennen, welche Stelle original lackiert war und welche nachträglich. Hier ist jedoch wichtig, die Dose ordentlich und lange zu schütteln sowie mit dem richtigen Abstand zu sprühen, sonst kann der Farbton abweichen

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(Hier ist der Lack noch nass und wirkt etwas dunkler. Im trockenen passt die Farbe wie erwähnt sehr gut)

Jetzt heißt es den Überrollkäfig einbauen. Dieser steht schon bei mir zu Hause. Entschieden habe ich mich für die „AST Schraubzelle V4 FIA (inkl. A-Säule)“.  Ich habe Anfangs stark überlegt mir eine Schweißzelle von Ireco zu besorgen, da diese doch Günstiger sind als ich dachte (2400€ + 500€ Abholung & Lieferung). Am Ende habe ich mich doch dagegen entschieden, da es mehr gekostet hat als mein der AST-Käfig (ca. 1800€ mit Versand aus Spanien) und der ganze Stress mit Innenraum-Ausbau sowie die Kosten für Lackierung auch noch dazu kommen. Und ich glaube ich habe hier die richtige Entscheidung getroffen. Der Käfig macht auf den ersten Blick einen brutalen Eindruck. Die Schweißnähte sind sehr sauber, es gibt nur wenig Schraubverbindungen und er wird sogar auf die hinteren Dome befestigt anstatt auf den Radkasten wie es bei den meisten anderen Käfigen der Fall ist. Die Lieferzeit/Anfertigung hat einiges länger gedauert als von AST angegeben (Geplant waren 15-30 Tage, am Ende waren es 100 Tage). Sobald der Käfig im Auto steht, poste ich wieder Bilder und meine Erfahrungsberichte.

Währenddessen kamen auch weitere schöne Teile. Mein Differential habe ich bei Philipp von Westwood Performance machen lassen, der ich es nicht weit weg von mir zu ihm habe. Hier schon eins vorweg: Großes Lob und Dank für den Super Service, ich kann in jeden nur wärmstens empfehlen!

Das Innenleben des Differential von meinem Compact konnte ich übernehmen. Leider war der Zustand schlechter als ich dachte. Das Diff habe ich damals auf eBay gekauft und wurde, um es nett zu formulieren, „Amateurhaft“ zusammengebaut. Entsprechend sahen die Lamellen auch aus.

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Oben auf dem Bild ist eine neue Lamelle zu sehen, rechts eine revidierte und links die beiden waren meine aus dem Compact. Die Bilder sprechen für sich.

Ich persönlich würde mir nun zweimal überlegen, ob ich mir ein Differential aus eBay besorgen soll.

Dafür macht mein neues Diff, welches ich auf 45% Sperre geupgradet habe, einen minimal schöneren Eindruck :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

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Ich habe auch mal wegen den Lagern nachgefragt und hier gibt es von Philipp eine klare Meinung: „Die Serienlager funktionieren erfahrungsgemäß am besten mit dem Setup, starre Lager sind auch ok, aber von PU die Finger lassen“. Somit bleibt es erstmal bei den originalen Gummilager von BMW. Vielleicht lasse ich mir bei der nächsten Revision starre Lager einbauen, falls ich mehr Lust auf etwas jaulen habe :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

Und nun zum Highlight des Autos: Das KW V3 Racing Fahrwerk

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(Durch das Rebranding von KW heißt es nicht mehr Competition 2-Fach, sondern entsprechend V3 Racing, im Prinzip ist es aber dasselbe Fahrwerk)

Jeder der sich etwas über die schnellen Nordschleifen-Autos informiert hat weiß, dass KW auf dem Nürburgring der Platzhirsch ist. Nitron funktioniert auch, jedoch wünsche ich beim Revidieren des Fahrwerks viel Spaß. Schirmer ist auch nicht ohne Grund von Nitron auf KW gewechselt. Öhlins gibt es auch, allerdings mit viel zu wenigen Erfahrungswerten zum Zurückgreifen.

Zum Thema Fahrwerk habe ich inzwischen eine klare Meinung: Keine halben Sachen machen und sofort was Ordentliches holen. Am Ende kostet es sonst sowieso mehr , als wenn man es sofort in die Hand nehmen würde (Setup, Einbau, Verkauf bzw. Wertverlust, ...)

ST XTA / KW V3 Gewindefarhwerk wird ebenfalls oft gefahren. Für die Straße top, jedoch für die Rennstrecke absolut ungeeignet, da das Material absolut nicht für diese Bedingungen ausgelegt ist.

KW Clubsport ist das mindeste, was man sich holen sollte, wenn man es mit dem Tracktool ernst meint. Aber auch hier wurde mir mal erklärt, dass das Fahrwerk mit einem Semi-Slick wegen den Querkräften (aufgrund des Kolbendurchmessers wenn ich mich richtig erinnere) auch an seiner absoluten Maximum ankommt. Möchte man Slicks fahren, ist das Fahrwerk eher weniger geeignet.

Somit wurde es zum Competition Fahrwerk für stolze 3900€. Hier sei angemerkt, dass es zwei verschiedene Ausführungen gibt: Feder und Dämpfer zusammen oder getrennt. Laut Philipp ist das Paket "Feder und Dämpfer Zusammen" wirksamer, da es im Grenzbereich besser funktioniert, schöner anspricht und die Gefahr des Ausfederns bei einer komplett Uniball gelagerten Achse eliminiert wird. Da der Aufpreis nur 100€ sind, sah ich also kein Grund warum man das nicht machen sollte.

 

So, hoffentlich habe mich mit meinem Roman noch niemanden zum Einschlafen gebracht und konnte weiterhelfen :8_laughing:. Wie immer, sobald größere Umbauten abgeschlossen sind, werde ich mich wieder melden :12_slight_smile:

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Sehr geil, weitermachen! Ich hab Fahrwerk billig gekauft, und bereue es jetzt. Hätte auch direkt auf Competition gehen sollen. Alles richtig gemacht. :1310_thumbsup_tone1:

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vor 8 Stunden schrieb RM51:

KW Clubsport ist das mindeste, was man sich holen sollte, wenn man es mit dem Tracktool ernst meint. Aber auch hier wurde mir mal erklärt, dass das Fahrwerk mit einem Semi-Slick wegen den Querkräften (aufgrund des Kolbendurchmessers wenn ich mich richtig erinnere) auch an seiner absoluten Maximum ankommt. Möchte man Slicks fahren, ist das Fahrwerk eher weniger geeignet.

Naja das Clubsport ist wie der Name halt schon sagt auch eher nichts für ein reines Tracktool, sondern eher ein Fahrwerk für gelegentliche Runden auf dem Track aber überwiegend Strassengebrauch. So ist auch meine Erfahrung: Als ich den 1er 2018 gekauft habe, war das Fahrwerk bereits drin (Ich weiß allerdings nicht wie lange). Dennoch kann Ich sagen, dass das Fahrwerk somit die letzten 5 Jahre den "Clubsport-Gebrauch" durchlaufen hat (5-30 Runden NOS pro Jahr, zügige Landstraßenfahrten, etc.). Nun war das Fahrwerk vor einigen Wochen bei Pfeifer zur Revision, da Ich es sowieso ausgebaut hatte um die Federn zu wechseln etc.

Laut Pfeifer wäre diese Revision aber bisher noch gar nicht zwingend erforderlich gewesen, gibt mir trotzdem ein besseres Gefühl und Ich weiß, dass das Fahrwerk für meinen Zweck beispielsweise top geeignet ist.

Bei einem reinen Tracktool würde Ich jedoch auch immer direkt auf Comp gehen :1311_thumbsup_tone2:

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Zeit für ein kleines weiteres Update :1_grinning:

Die Hinterachse ist fertig gepulvert und alle Lager sind auch drinnen.

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Es wurde mir empfohlen, die Innereien bei den Lageraufnahmen abzukleben bzw. nicht zu pulvern, da wohl schon jemand Probleme gehabt habe, Powerflex PU-Lager einzubauen und ewig mit einem Dremel schleifen musste, bis es mal passte. Gesagt, getan. 
Grundsätzlich habe ich mich für die Strongflex 90ShA Lager entschieden. Preis Leistung stimmt einfach und die Härte ist für ein Tracktool ideal. Theoretisch hätte man die Tonnenlager auch aus Alu fahren können, jedoch wollte ich damit die HA/Karosserie allzu sehr damit beanspruchen. Zu dem hatte ich die schon rumliegen und wäre auch zu faul gewesen diese wieder zu verkaufen :8_laughing:

Die Längslenker sind komplett Uniball gelagert und wird auch dringendst empfohlen. PU oder Gummi macht hier einfach absolut kein Sinn. Den Grund dafür zu erklären, würde etwas den Rahmen sprengen, aber Zoki / Speed Engineering hat ein sehr ausführliches Video dazu gemacht und das Problem erklärt (was mir entsprechend auch weitergeholfen hat). Eine sehr kurze Zusammenfassung dazu wäre:
2D Bewegungen -> PU ausreichend
3D Bewegungen -> Uniball 
Die vorderen Buchsen des Längslenkers sind von PMC Motorsport. Bisher habe ich nichts Schlechtes über die gehört und der Preis mit 119€ pro Paar ist auch vollkommen ok. 
Die hinteren Buchsen sind beide aus Uniball und von SKF. 
Die Radlager sind auch neu gemacht und von Meyle.

Die Sturzstrebe aus Uniball habe ich bei 55Parts bestellt, welche mit 180€ überraschenderweise sogar die billigsten waren, die ich finden konnte. Bisher machen sie einen soliden Eindruck.

Wenn ich schon dabei bin, die komplette Hinterachse zu revidieren, habe ich mir auch in ein Set verzinkte Schrauben bestellt. Zwar finde ich 180€ nur für Schrauben schon teuer, aber das jetzt nicht mit in einem Rutsch zu machen wäre auch nicht klug gewesen.

Alle Lager von der Hinterachse habe ich bei einer Werkstatt für 80€ auspressen lassen. 
Die Strongflex Lager einpressen ist sehr einfach und ist in ein paar Minuten erledigt. Das kriegt jeder hin. Man muss nur auf die passende Richtung achten, wie diese eingebaut werden soll. Da gibt es auf YouTube passende Videos dazu.
Das Einpressen habe ich wieder von der Werkstatt für 40€ erledigen lassen.
Die komplette Hinterachse mit sandstrahlen und pulvern hat mich am Ende 300€ gekostet.

 

Kommen wir zur großen Macht des Innenraums: Der AST Überrollkäfig bzw. Schraubzelle in der V4 Ausführung.
Beim Auspacken hat der Käfig sofort einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Eine Besonderheit ist, dass der Käfig nicht auf den Radkasten montiert, sondern auf die hinteren Domanbindung. Ich selbst kenne tatsächlich keinen anderen Käfighersteller, der das „serienmäßig“ anbietet (vor allem mit FIA-Zulassung), vielleicht liege ich da aber auch falsch.
Aber beim ansehen wird auch schnell klar: Der Einbau wird noch sehr lustig. Die Passgenauigkeit ist sehr gut und der Käfig ist auch extrem stramm im eingebauten Zustand. Sobald der Käfig endgültig eingebaut ist, ist das auch natürlich super. Der Einbau macht die ganze Sache dann zur Qual und hat ziemlich lange aufgehalten. Ohne Spanngurte, Muskelkraft und etwas handwerklichen Geschick wird das nichts. Einzelarbeit erst recht nicht. Für die Domanbindung musste ich auch an der Karosserie einiges an der Rücksitzbank wegflexen, damit der Käfig überhaupt durchpasste. Kurzzeitig habe ich überlegt, ob ich das Auto irgendwo bzw. irgendwie für den Einbau abgeben soll. Am Ende hat es dann doch funktioniert. (Ignoriert das Kabelchaos :3_grin:)

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Bei den Platten für den Hauptbügel muss eine Kleinigkeit vorbereitet werden. Da die Platte auf der Innenseite nicht mit der Karosserie aufliegt und ein paar cm Luft dazwischen ist, müssen auf der anderen Seite die Muttern verschweißt werden, damit sich nichts verdrehen kann. 

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Nun wurden die Löcher in Verbindung mit den Einschweißplatten gebohrt. Die Stellen waren zuvor so gut wie es geht mit 2cm Abstand zu den Platten komplett blank geflext. Die Bleche werden dann in nächster Zeit eingeschweißt. 

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Das ist der aktuelle Stand. Mir fehlen auch nicht mehr viele Teile, bis alles Nötige in der Garage rumliegt. Mal schauen, wie weit ich diesen Monat noch kommen werde.

Edited by RM51
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Ich liebe es! :22_stuck_out_tongue_winking_eye: Schöne Umbaustory.

Die PMC Längslenkerlager haben bei mir leider nicht lange gehalten. Die Lager hatten nach kürzester Zeit Spiel entwickelt, was für eine unerträgliche Geräuschkulisse sorgte (beim Z4 sitze ich da quasi mit dem Hintern drauf). Man kann die Lager aber gegen hochwertige von z.B. Fluro ersetzen (Sprengring öffnen und mit passender Nuss auspressen). Das müsste das passende Lager sein (bitte selber prüfen!):

https://www.rennsportshop.com/de-fahrzeug-technik-chassis-bremse-antrieb-fahrwerk-gelenkkoepfe-gelenklager-fluro-motorsport-gelenklager-category-2303-empty-027-6256-5-Fluro-Motorsport-Gelenklager-18x35x23-165-MS.html

Verhagelt dann etwas die Kostenbilanz, aber dafür hat man dann Ruhe.

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Am 9.5.2023 um 12:08 schrieb Gaskrank:

Ich liebe es! :22_stuck_out_tongue_winking_eye: Schöne Umbaustory.

Die PMC Längslenkerlager haben bei mir leider nicht lange gehalten. Die Lager hatten nach kürzester Zeit Spiel entwickelt, was für eine unerträgliche Geräuschkulisse sorgte (beim Z4 sitze ich da quasi mit dem Hintern drauf). Man kann die Lager aber gegen hochwertige von z.B. Fluro ersetzen (Sprengring öffnen und mit passender Nuss auspressen). Das müsste das passende Lager sein (bitte selber prüfen!):

https://www.rennsportshop.com/de-fahrzeug-technik-chassis-bremse-antrieb-fahrwerk-gelenkkoepfe-gelenklager-fluro-motorsport-gelenklager-category-2303-empty-027-6256-5-Fluro-Motorsport-Gelenklager-18x35x23-165-MS.html

Verhagelt dann etwas die Kostenbilanz, aber dafür hat man dann Ruhe.

 

Das hatte ich bisher noch gar nicht auf den Schirm. Nach etwas Recherche scheint das wohl doch ein verbreitertes Problem sein. Vielen Dank für die Info! Genau so etwas habe ich mir gewünscht, als ich den Beitrag gestartet habe. Das bestätigt schonmal, dass das ganze schreiben nicht umsonst war :8_laughing:.

Die Maße bei dem Link habe ich geprüft und scheinen zu stimmen. Dann werden gleich mal zwei Stück bestellt :12_slight_smile:  

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Die ganze letzte Woche wurde täglich am Auto geschraubt. Ich weiß gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll, ich versuche mich kurz zu fassen :8_laughing:.

Schrauben am Auto kann manchmal echt ätzend sein, vor allem wenn mehr als eine Stunde an einer Schraube stecken bleibt :43_slight_frown:. Die Kleinigkeiten sind zwar nervig, muss aber gemacht werden. Was alles neu gemacht worden ist, würde den Rahmen sprengen und wäre zudem zu langweilig :22_stuck_out_tongue_winking_eye:Da ist fast alles dabei, vom O-Ring des Ölstabs bis zum Tauschen der Manschetten der Antriebswelle. 

Der Käfig ist nun vollständig lackiert und eingebaut. Als Käfigfarbe habe ich mich für Anthrazit entschieden, einfach damit er etwas mehr hinaussticht und im Innenraum nicht so untergeht. War auch die richtige Entscheidung. Die Farbe harmoniert perfekt mit dem schwarzen Innenraum. Lackiert habe ich ihn mit den Würth Lackspray Quattro Anthrazit Dosen, da der Lack und die Grundierung in einer Dose sind. Somit nun mit 240er Schleifvlies angeschliffen, mit Bremsenreiniger geputzt und mit ca. 7-8 Dosen lackiert.
In einem Zuge habe ich die Kabel mit tesa Baumwoll-Isolierband umwickelt. Eine Rolle hat 25m und ich habe fast 2 ganze Rollen verbraucht. Hat auf jeden Fall deutlich besser funktioniert als gedacht, sowohl von der Klebeeigenschaft als auch vom Material.

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Da ich rundum neue Bremssattel bestellt habe, wollte ich etwas für die Optik noch unternehmen und habe mit dem OMP Fire Paint die Sättel rot lackiert. Da die Sättel neu und somit bereits rau sind, habe ich diese nicht angeschliffen und auch nicht grundiert. Nur mit Bremsenreiniger saubergemacht und direkt aufs Metall lackiert (natürlich vorher alles abgedichtet). 
Den Beitrag hier im Forum bezüglich Bremsenlack habe ich mir auch durchgelesen, wirkliche Erfahrungsberichte mit dem OMP-Lack habe ich aber nicht finden können. OMP ist ja normalerweise keine schlechte Marke, deswegen Opfer ich mich mal und probiere den Lack aus.

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Die Hinterachse ist nun auch endgültig an Ort und Stelle. Die Antriebswellen revidiere ich gerade noch, ansonsten ist das Thema nun abgehackt. 
An der Bremse für vorne und hinten fahre ich glatte, hochgekohlte Brembo Scheiben. Ich habe mich bewusst für nicht geschlitzte oder gelochte Entscheiden entschieden. Billige Gelochte sind i.d.R. immer Schrott. Geschlitzte Bremsscheiben bin ich auf dem Compact bereits von ATE und Brembo gefahren. Funktioniert haben diese, die Brembo haben meiner Meinung nach ein etwas besseres Bremsgefühl vermittelt, jedoch habe ich die Vermutung, dass die Schlitze stärker den Bremsbelag verschleißen lassen. Ich experimentiere nun etwas rum mit den Glatten Scheiben in der Hoffnung, den Verschleiß zu minimieren. 
Im Zuge dessen habe ich mir von Speed Engineering die Bremskühlungsankerbleche geholt, die in die Bremse reinpusten anstatt nur auf die Scheibe. Beim Compact hatten meine Endless Beläge auf einer Seite mehr Verschleiß gehabt als auf der anderen. Somit hoffe ich, das Problem damit auch gelöst zu haben. 
Diesmal werde ich aber keine Endless Beläge fahren, da die mir mit 840€ der Satz erstmal zu teuer sind. Lieber erstmal die günstigeren Pagid RSL29 Beläge, die ich zwar noch nie gefahren bin, aber bekannterweise auch sehr gut funktionieren sollen.

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Nun war das Getriebe dran. Einmal von Burkhart Engineering das M50 / M52 Kupplungskit mit organischen Belägen inklusive Kupplungspin aus Messing bestellt und eingebaut. Das EMS wog ziemlich genau 5,6kg. Die Kupplung wog etwas unter. 1,9kg. Zusammen also um die 7,5kg.

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Im Zuge dessen habe ich die Hitzeschutzbleche mit Goldfolie von ISA-Racing ersetzt. Lässt sich bisher sehr gut verarbeiten und hält in Verbindung mit einem Heißluftföhn beim Kleben sehr gut. Der Langzeittest wird sich dann zeigen. Ich habe erstmal 3qm gekauft, sollte für den Tunnel und den Auspuff hoffentlich reichen.

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Da die Ölwanne Undicht war, wurde diese gleichzeitig auch gewechselt. Somit kurz zu BMW gefahren und eine neue originale Dichtung abgeholt.

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Ganz langsam, aber sicher sieht das Ding nun wieder wie ein Auto aus. Ich hoffe, dass ich den Sommer noch erleben kann :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

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vor einer Stunde schrieb RM51:

Im Zuge dessen habe ich die Hitzeschutzbleche mit Goldfolie von ISA-Racing ersetzt. Lässt sich bisher sehr gut verarbeiten und hält in Verbindung mit einem Heißluftföhn beim Kleben sehr gut. Der Langzeittest wird sich dann zeigen. Ich habe erstmal 3qm gekauft, sollte für den Tunnel und den Auspuff hoffentlich reichen.

Da frage ich mich immer ob sich das wirklich lohnt? Die Gewichtsersparnis dürfte nicht so groß sein, die Aluteile wiegen ja nicht wirklich viel. Und bei der Folie fehlt ja die isolierende Luftschicht was bei den Blechen vorhanden ist.

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Ich merke einen deutlichen Unterschied ob mit oder ohne Folie, hatte aber die werksseitigen Bleche nicht mehr drin.

Diese sind beim E36 aber eh gerne weggegammelt und kosten viel als Ersatzteil.

Da ist ne Folie schon ne gute Lösung. Ob die goldene auch so gut ist kann ich aber nicht sagen, ich habe ne andere.

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vor 9 Stunden schrieb Pablo:

Ich merke einen deutlichen Unterschied ob mit oder ohne Folie, hatte aber die werksseitigen Bleche nicht mehr drin.

Diese sind beim E36 aber eh gerne weggegammelt und kosten viel als Ersatzteil.

Da ist ne Folie schon ne gute Lösung. Ob die goldene auch so gut ist kann ich aber nicht sagen, ich habe ne andere.

Genau, neue (bzw. sogar schon gute gebrauchte) Hitzeschutzbleche sind schon ziemlich teuer. Beim Compact hatte ich auch das Problem, dass diese ständig gegen den MSD geschrappt hatte (Auspuff war ja Eigenbau mit einem riesigen MSD) und blöd zu verbauen/verarbeiten sind. Goldfolie habe ich auch schon mehrmals eingesetzt gesehen. Und wenn schon das Getriebe ab ist, kann diese komische, andauernd fußelnde Dämmwolle auch soweit wie es geht abgerissen werden und ersetzt werden.

Zu dem sieht die Goldfolie einfach nur geil aus :8_laughing:

Ich schätze/hoffe die Folie von ISA wird schon gut sein. Verarbeitungstechnisch ist dies ja schon der Fall, jetzt muss sie nur noch bei extrem Bedingungen funktionieren.

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Wir kommen zum letzten großen Update, was ich für den Neuaufbau posten werde. Der Umbau ist fast abgeschlossen und das Auto kann, wenn natürlich nichts schiefgeht, schon nächste Woche nach 7 Monaten auf eigenen Beinen rollen und fahren.

Hauptsächlich ging es die letzte Zeit nur darum alles wieder an Ort und Stelle zu montieren. Paar Sachen gab es dennoch, wo ich etwas am kniffeln war.

Da ich gerne 6-Punkt Gurte fahren würde, mussten die Schroth Gurte her. Eine Herausforderung war es, die Schrittgurte zu montieren. Erstaunlicherweise gibt es im Internet weniger Information darüber als gewünscht/gedacht (und wenn dann nur tief versteckt ohne jeglichen Bezug). Laut DMSB-Handbuch müsste der Schrittgurt mit der Karosserie verbunden werden. Da das Auto nicht an Rennen teilnehmen wird, habe ich mir diesen Schritt gespart und die Ringösen mit meiner Sitzkonsole verbunden. Es bewirkt seinen Zweck und für die Einsatzzwecke absolut ausreichend. Dazu wurden die Konterplatten auf der unteren Seite der Konsole verschweißt, so dass man die Ösen von oben verschrauben kann. Dazu kommt, dass die Türkreuze für die Ringösen im weg waren. Somit musste auf das SCHROTH B23 Kit zurückgegriffen werden.

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Dann musste die Fußstütze montiert werden. Aufgrund des Käfigs wird zwischen der Fußstütze und dem Befestigungspunkt nicht viel Platz sein, weglassen wollte ich ihn aber auch nicht. 
Die Konstruktion habe ich 1:1 von meinem Compact übernommen. Eine OMP Alu Fußstütze mit einer passenden geschnitten Carbon-Platte um die Kabel im Auto zu verstecken. Befestigt wird dieser an drei Punkten mit L-Adapter. Der L-Adapter unten wird an der Karosserie mit Karosseriekleber beklebt und an der Stütze selbst verschraubt. 

 

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Die anderen zwei Aufnahmepunkte können an Gewinde, die bereits an der Karossiere sind, befestigt werden und geben somit die Position vor.  

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Somit ist die Fußstütze ideal nah an der Karosserie befestigt und bewegt sich keinen Millimeter.

 

Zu dem wollte ich ein bisschen mehr Rennwagen Feeling im Innenraum haben und wollte Kippschalter verbauen jeweils für: Lüfter, Permanente Rückfahrkamera (wird über den Winter gemacht und soll den Rückspiegel ersetzen), ABS & Innenbeleuchtung. Den ASC-Knopf habe ich in einem Zug auch mit verändert. 
Da mein Vater Elektriker ist, hat er die ganze Aufgabe übernommen, somit kann ich als Laie selbst leider nicht viel darüber berichten. Gemacht wurde folgendes: 
Der ASC-Schalter ist ein Drucktaster und alle anderen genannten Schalter benötigen einen ON-OFF Kippschalter.
Für die Innenraumbeleuchtung haben wir uns auf Amazon eine LED-Leiste gekauft und mittig, versteckt hinter dem Käfig am Dachhimmel geklebt. 
Für den ASC-Schalter hat mein Vater die Kabel gemessen und die richtigen mit dem Drucktaster verbunden.
Für den ABS-Schalter musste am ABS-Steuergerät rechts am Beifahrerraum ein Blau-Grünes Kabel mit gelben Streifen durchgeschnitten werden und die beiden Enden mit einem Verlängerungskabel angelötet und mit dem Kippschalter verbunden werden.
Unter den ganzen Kippschalter kommt dann die Belüftungssteuerung hin.

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Zudem haben wir eine leichte 2kg Lithium Batterie im Motorraum verbaut. Da ich aber viel zu geizig war 1000€ für eine Liteblox auszugeben, habe ich etwas recherchiert und mitbekommen, dass es Leute gibt, die eine Shido LIX30L-BS Q in Ihren Dailys verbaut haben (sogar in 3.0L Motoren) und absolut keine Probleme (über den Sommer) damit haben. Dazu kommt, dass diese nur etwas mehr als 200€ kostet. Batterie funktioniert bei mir bisher einwandfrei und startet genauso wie die vorher verbaute Bleibatterie.
Für die Halterung hat mein Vater etwas gebastelt. Somit sollte Sie fest und sicher an Ort und Stelle bleiben. 

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Und der Rest war nur noch zusammenpflücken. Der Unterboden ist somit nun 98% fertig. Auf paar Kleinigkeiten warte ich noch wie z.B. Goldfolie beim ESD & Belüftungsschlauch für die Bremse.

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Leider hat sich eine Kleinigkeit vom Plan geändert. Der Supersprint ESD war zum damaligen Zeitpunkt mit katastrophalen Lieferzeiten verbunden. Somit wurde es dann erstmal der Bastuck ESD mit EWG-Zulassung. Die Katanalage habe ich neu bei Nasy-Performance gekauft, ebenfalls mit E-Zulassung.

Der fertige Zustand von außen und von innen werde ich posten, sobald alles fertig montiert ist und das Auto mal ordentlich gewaschen wurde, was schon sehr bald geschehen sein wird. :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

Die Martini Folierung wird zusammen mit paar weiteren kleinen Umbauten leider bis zum Winter warten müssen. Jetzt muss der Hobel erstmal ordentlich funktionieren und fahren können. 

Vor der Elektrik habe ich noch etwas Angst, dass alles ordnungsgemäß funktioniert hat. Das wird sich dann die Tage ergeben
 

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Servus!

Klingt doch super! Bist du inzwischen schon gefahren? Ich suche nämlich auch Bremsenlack und wollte fragen ob du schon einige "heiße" Erfahrungen mit dem OMP Zeug gemacht hast? Taugt das was? Sonst werde ich wohl demnächst mal meine eigenen Erfahrungen machen müssen... :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

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vor 23 Stunden schrieb Gany:

Servus!

Klingt doch super! Bist du inzwischen schon gefahren? Ich suche nämlich auch Bremsenlack und wollte fragen ob du schon einige "heiße" Erfahrungen mit dem OMP Zeug gemacht hast? Taugt das was? Sonst werde ich wohl demnächst mal meine eigenen Erfahrungen machen müssen... :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

 

Leider noch nicht, da das Auto für TÜV, Kontrolle und Setup noch bei Custom Racetec steht. Aller spätestens werde ich Mitte bis Ende August auf der Nordschleife sein (sollte es zu keinen bösen Überraschungen kommen) und kann dann meinen Senf dazu geben. Ob du dich bis dahin gedulden kannst entscheidest du :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

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Danke, habe tatsächlich meine benötigten Infos gefunden. :1_grinning: Der OMP lack soll super halten.

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sehr schönes Projekt :14_relaxed: E36 ist einfach immer wieder herrlich anzusehen.

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Das Auto fährt! Die Arbeiten bei Custom Racetec sind nun abgeschlossen. Somit konnte ich nun endlich etwas Zeit finden paar Bilder zu machen.

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Im Zuge dessen bekam er für das Setup noch Stehbolzen sowie 15er Spurplatten vorne und 5er hinten. TÜV wurde auch erfolgreich hinter sich gebracht.

Das Gewicht liegt bei komplett leeren Tank und ohne Fahrer bei 1215kg, was ich absolut ok finde wenn man bedenkt, dass noch schwere Felgen drauf sind und keine Karosserieteile aus Carbon oder sonstigem sind. Somit sind <1200kg definitiv machbar.

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Und nun das endgültige Ergebnis:

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Zu dem noch die vollständige / aktuelle Speclist:

  • KW V3 Racing Fahrwerk
  • AST V4 Schraubkäfig mit Domanbindung hinten
  • CAE Short-Shifter
  • Differential 45%, 3.46 (Westwood Performance)
  • Hinterachsaufnahmen PU Strongflex 90ShA (Gelb) 
  • Uniball Längslenker Lager (Fluro Motorsport)
  • H&R Stabilisatoren mit Strongflex 90ShA Lager
  • Uniball Sturzstrebe hinten (55PARTS)
  • Bastuck ESD mit EWG-Homologation
  • Doppelflutige Katanlage (Nasy Performance)
  • Probrake Stahlflexleitung (Bremse & Kupplung)
  • 5,6kg Einmassenschwungrad mit Sachs Performance Kupplung und Messing Kupplungspin (Burkhart Engineering Kit)
  • Pagid RSL29 Bremsbeläge
  • Brembo hochgekohlte Bremsscheiben Vorne & Hinten (Glatt)
  • ENDLESS RF-650 Bremsflüssigkeit
  • Speed Engineering Bremskühlung
  • Shido Lithiumbatterie LIXL30L-BS Q (2kg) 
  • Verstärkte Meyle HD Querlenker 
  • Uniball Querlenkerlager (55PARTS)
  • Uniball Koppelstange Vorne
  • Koppelstange hinten Strongflex 90ShA gelagert
  • IRP Alu/PU Motor- und Getriebelager (Blau)
  • Animal Racing Sitzkonsole mit Sparco Laufschienen
  • Sabelt GT3 Vollschalensitz
  • SCHROTH Profi-II 6-Punkt-Gurte
  • OMP Corsica Lenkrad
  • Luisi verformbare Nabe
  • Drift-King Domstrebe Vorne
  • Carbon Türpappen

 

Hier noch eine eher langweilige aber gar nicht so unwichtige Liste mit Verschleißteilen, die revidiert bzw. komplett erneuert wurde:

  • Hinterachse sandgestrahlt und Pulverbeschichtet
  • Komplette Bremsanlage Vorne & Hinten
  • Verzinkte Schrauben für komplette Vorderachse & Hinterachse
  • Bremsleitung hinten bis zum Spritfilter erneuert
  • Hardyscheibe
  • Spritfilter
  • Antriebswelle Gelenke
  • Radlager Vorne & Hinten
  • Schrauben für Getriebe
  • Anlasser
  • Ölwannendichtung
  • Achsschenkel Vorne
  • Riemenscheiben
  • Fächerkrümmer Dichtung
  • Servoleitungen
  • ABS-Sensoren
  • ...

 

Ich habe bestimmt einiges vergessen, aber für einen Gesamtüberlick sollte es reichen (natürlich alles nur von Markenherstellen wie Meyle, Brembo, Bosch etc.) :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

Sollte nix schiefgehen plane ich meine ersten paar Testrunden auf der NOS schon nächste Woche zu drehen. Dann auf ein frohes gelingen :8_laughing:

Edited by RM51
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Spannend, einen AST Käfig hatte ich damals auch in Erwägung gezogen! Gefällt mir gut, wie der aufgebaut ist. Wie funktioniert das mit der A-Säulen Abstützung vor den Seitenspiegeln?

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Netten Wagen hast da gebaut. Beim AST Käfig fühle ich komplett mit. :22_stuck_out_tongue_winking_eye: Das ist es nicht wie bei den meisten Schraubkäfigen mit mal eben Innenraum leer räumen und mit Konterplatten Reinschrauben getan.

Aber es lohnt sich. Die passen wie angegossen in das Auto. Dazu noch mit den verschweißten Platten. Wenn ich sehe wie da die Käfige anderer Hersteller im Auto stehen ist das bei den AST Käfigen schon sehr geil. 

Viel Spaß bei einen ersten Runden! Ich schaffe es hoffentlich auch diese Saison noch auf die Strecke. Kommt aber auch darauf an, wann ich einen Termin zur Abnahme bekomme.

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vor 22 Stunden schrieb Patty:

Spannend, einen AST Käfig hatte ich damals auch in Erwägung gezogen! Gefällt mir gut, wie der aufgebaut ist. Wie funktioniert das mit der A-Säulen Abstützung vor den Seitenspiegeln?

Für den Einbau muss auf jeden Fall das Armaturenbrett raus und ausgeschnitten werden. Sobald der Käfig drin war, haben wir das Armaturenbrett von der Fahrseite aus wieder reingetan. Auf einer bestimmten Art und Weise geht er auch ohne großen Mühe wieder rein, aber das muss man erstmal herausfinden. Es ist bisschen blöd zu erklären: Das ganz rechte Teil beim Handschuhfach kann etwas gebogen werden und zwischen die beiden Säulen durchgesteckt werden. Sobald man einmal den Trick raushat, sind das nicht mal 5 Minuten Arbeit.

Die Sicht auf der Fahrerseite ist überhaupt kein Problem, da sind die Säulen gar nicht im Weg und man kann wunderbar auf den Spiegel schauen. Bei der Beifahrerseite ist die Säule schon im Weg und verdeckt den äußeren Teil des Spiegels. Sehen kann man ihn immer noch, aber nicht optimal, da der Tote Winkel dadurch etwas vergrößert wird.

vor 4 Stunden schrieb Dave Ka:

Netten Wagen hast da gebaut. Beim AST Käfig fühle ich komplett mit. :22_stuck_out_tongue_winking_eye: Das ist es nicht wie bei den meisten Schraubkäfigen mit mal eben Innenraum leer räumen und mit Konterplatten Reinschrauben getan.

Aber es lohnt sich. Die passen wie angegossen in das Auto. Dazu noch mit den verschweißten Platten. Wenn ich sehe wie da die Käfige anderer Hersteller im Auto stehen ist das bei den AST Käfigen schon sehr geil. 

Viel Spaß bei einen ersten Runden! Ich schaffe es hoffentlich auch diese Saison noch auf die Strecke. Kommt aber auch darauf an, wann ich einen Termin zur Abnahme bekomme.

Danke dir :12_slight_smile:. Sehe ich genau so, verglichen mit Wiechers oder Pleie ist das eine andere Welt. Näher an eine Schweißzelle mit einen Schraubkäfig kommt man nicht ran, vor allem mit Domanbindung. Passgenauigkeit ist auch sehr gut, sitzt alles schön eng an der Karosserie, was den Einbau aber natürlich erschwert. Mir wurde mal gesagt, dass AST nackte Rohkarossen verwenden und die Käfige darin bauen.

Aber ein etwas größerer negativer Punkt ist mir aufgefallen. Als das Auto bei der Werkstatt stand haben die Schrauben Flugrost gesammelt. Die Muttern blieben verschont. Ging zwar alles mit WD-40 einfach weg, ist aber trotzdem ein No-Go.

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Die ersten paar Testrunden sind vollbracht. Alles scheint zu halten, Kurvenlage ist wie erwartet top und Sound ist auch Mega. Jedoch haben sich leider ein paar Probleme ergeben. :3_grin:

Dem Auto fehlt es noch massiv an Leistung, gefühlt 30 PS, vor allem im oberen Bereich tut er sich schwer. Allein Kesselchen kämpft er sich mit gerade mal 150km/h anstatt den üblichen 180km/h+ hoch. 
Die Ursache ist noch unklar und wir haben einiges bereits geprüft bzw. ausgetauscht wie z.B. Luftfilter, LMM, Drosselklappe und die dazugehörigen Stecker, Lambdasonde und Zündkerzen. Fehlercodes werden auch keine ausgespuckt.
Bisher haben wir nur noch zwei Theorien, woran es eventuell liegen könnte: Die Einspritzdüsen funktionieren nicht wie sie sollen und/oder jemand von den Vorbesitzern hat am Motorsteuergerät rumgepfuscht. Wir haben jetzt mal die Einspritzdüsen vom Compact verbaut, da ich aber das Auto bei mir in der Gegend nirgends gescheit voll Ausdrehen kann, muss ich bis zum nächsten Nordschleifen Besuch warten, um zu schauen, ob es sich was gebracht hat. Ein Mapping habe ich noch nicht machen lassen, würde das Motorsteuergerät im Zuge dessen dann auch überprüfen lassen. Bei wem ich das Mapping machen werde habe ich mich noch nicht festgelegt

Ein weiteres Problem ist die Kupplung. Der Weg, bis die Kupplung beißt, ist viel zu kurz, so dass diese nicht richtig trennen kann (auch durch mehrmaliges Entlüften). Das Schalten war bei niedriger Drehzahl noch möglich, aber bei hoher Drehzahl (ab ca. 5000 RPM) musste man ordentlich Kraft aufwenden, um den Gang einzulegen. Das Problem konnte wir so halb umgehen, indem wir den Nehmerzylinder provisorisch verlängerten. Wir haben ein Gewinde reingeschnitten und einen Aufsatz draufgesteckt haben, so dass der Stift um ca. 60mm verlängert wurde. Die Kupplung konnte nun komplett trennen. Der Punkt, an dem die Kupplung kommt, war nun bei der Hälfte des Pedalwegs. Jedoch war nach zwei Runden bereits der Kupplungsweg fast wie beim Ursprungspunkt, wo der Biting-Point wieder nur sehr kurz war und gerade so zum Auskuppeln gereicht hat. Auch nach vollständiger Abkühlung blieb der Weg kurz. 
Nun wollen wir den noch den Geberzylinder und Kupplungsleitung vom Compact tauschen, da wir vermuten, dass durch rostige Leitungen eventuell Luft angezogen wird, alles aber wie beim Motorproblem nur Spekulation. 

Für ein paar halbwegs gescheite, aber langsame Testrunden hat es erstmal gereicht, um sich einen Überblick vom Auto zu verschaffen. Einen Einblick könnt ihr euch ebenfalls hier verschaffen:

 

 

 

Nun heißt es erstmal Fehler ausmerzen und beheben bevor richtig mit den spaßigen und vor allem schnellen Runden kommt. :22_stuck_out_tongue_winking_eye:

Edited by RM51

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