Karl Klemmerle

Ich habe noch nie an einem Trackday teilgenommen! Was erwatet mich dort?

12 Beiträge in diesem Thema

Guten Tag.

Mein Name ist Karl. Ich habe mir überlegt an einem Trackday teilzunehmen. Am liebsten am Hockenheimring, da dieser "ums Eck" wäre.

Könntet Ihr mir sagen was genau auf mich zukommt?

- Wieviele Teilnehmer sind bei einem Trackday (ist die Streck voll)?

- Wieviel Zeit hat man tatsächlich auf der Strecke?

- Mit welchen Ausgaben (Startgebühr, Benzin, Reifen etc) muss man rechnen?

- Ist man mit schnelleren Autos auf der Strecke oder wird man in Gruppen eingeteilt?

- Könnt Ihr einen Veranstalter empfehlen oder von einem abraten? Und wieso?

Vielen Dank und mit besten Grüßen

Karl

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Hallo Karl,

willkommen im Forum. Vorweg muss ich sagen, dass ich auf dem Hockenheimring noch nicht gefahren bin. Insofern kann ich nur mit allgemeineren Infos dienen.

Zunächst gibt es bei einigen Trackdays die Möglichkeit Stints mit geführten Runden zu buchen. Dort fährt man hinter einem Führungsfahrzeug und es gilt Überholverbot. Somit lernt man erst einmal die Strecke kennen und bekommt ein Gefühl für die Sache. Es gibt sogar teilweise Veranstaltungen die sich speziell an Anfänger richten. Am Bilster Berg zum Beispiel dauern die Stints zwischen 20 und 30 Minuten. Die Kosten pro Stint liegen bei 80-90 Euro. Auf der Seite https://www.openpitlane.de/ kannst du gezielt für alle Rennstrecken nach Veranstaltungen suchen. Dort erfährst du Einzelheiten. Die Ausgaben haben soviele Variablen, dass eine Aussage nur schlechterdings möglich ist. Billig ist es jedenfalls nicht.

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vor 9 Stunden schrieb Karl Klemmerle:

Wieviele Teilnehmer sind bei einem Trackday (ist die Streck voll)?

Das ist sehr unterschiedlich und kommt größtenteils auf den Veranstalter an. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Anzahl der Teilnehmer meist umgekehrt proportional zum Preis ist. D.h. günstigere Anbieter müssen meist mehr Autos in die Gruppe(n) packen, damit es sich für sie lohnt.

vor 9 Stunden schrieb Karl Klemmerle:

Wieviel Zeit hat man tatsächlich auf der Strecke?

Auch das ist wiederum abhängig vom Veranstalter bzw. der Gruppeneinteilung. Gängig wäre da z.B. die Einteilung in 30min-Stints, was je nach Anzahl der Gruppen durchaus bis zu 8 Stints möglich macht, d.h. ca. 4 Std. Nettofahrzeit. Das reicht im Regelfall auch völlig aus, um dann Abends gut zu schlafen.:22_stuck_out_tongue_winking_eye:

vor 9 Stunden schrieb Karl Klemmerle:

Mit welchen Ausgaben (Startgebühr, Benzin, Reifen etc) muss man rechnen?

Kommt ganz drauf an, welches Auto du fährst bzw. mit welchen Modifikationen und unter welchem Fahrstil. Ein Renault Clio kostet pro Einsatz natürlich weniger, als z.B. ein Porsche GT3. Dann wäre da noch die Reifenwahl, ein Satz günstiger Straßenreifen kostet oft nicht mal die Hälfte ggü. guten Semislicks usw. Vielleicht als Anhaltspunkt meinerseits: Für meinen TTS mit Rennbremse und Semis fallen pro Trackday rund 800-1.000€ an Kosten für Reifen, Bremsen sowie Sprit an. Dazu kommt noch die Teilnahmegebühr, jeglicher Verschleiss am Fzg. selbst (Motor, Antriebsstrang, Karosserie etc.) kommt noch on top.

vor 9 Stunden schrieb Karl Klemmerle:

Ist man mit schnelleren Autos auf der Strecke oder wird man in Gruppen eingeteilt?

Viele Veranstalter teilen zumindest in 2 oder 3 Gruppen ein. Bei einer 2-Gruppen-Einteilung wird oftmals zwischen "Street"  (Straßenfahrzeuge mit Zulassung) und "Race" (Rennfahrzeuge ohne Zulassung oder sehr schnelle Straßenfahrzeuge bzw. Fahrer) unterschieden. Eine 3-Gruppeneinteilung kann wiederum in "Anfänger", "Fortgeschritten" und "Profi/Race" unterteilt sein. Sowas erfragt man aber am besten beim Veranstalter selbst. Einige bieten für Anfänger auch einen geführten Einführungs-Stint vor dem eigentlichen Beginn des Trackdays an. Trotz Gruppeneinteilung kann es natürlich innerhalb der Gruppe immer wieder vorkommen, dass deutlich schnellere, aber je nach eigenem Können und Untersatz auch deutlich langsamere Fahrzeuge unterwegs sind. Gegenseitiger Respekt und dementsprechende Rücksicht auf andere sollte daher stets ganz oben auf der Merkliste stehen.

vor 9 Stunden schrieb Karl Klemmerle:

Könnt Ihr einen Veranstalter empfehlen oder von einem abraten? Und wieso?

Von den deutschen Anbietern kenne ich jetzt nur ZK-Trackdays und Schnelle Schwaben, da kann ich aber beide empfehlen. Super organisiert, angenehme Anzahl an Autos und eigentlich für jeden Geschmack bzw. Speed etwas dabei. Wenngleich die Sportwagendichte bei den Schwaben ungemein höher ist (bzw. bei mir war), was die Geschwindigkeitsdifferenzen etwas größer macht.

bearbeitet von Fox906bg

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@karl

Hallo Karl,

für die ersten Trackdays auf dem Hockenheimring kann ich dir als Veranstalter School of Racing empfehlen. Die haben immer eine Rookie Gruppe bei der in Kurven Überholverbot ist.

Da kann man in Ruhe seine Linie finden. Zudem bieten die After Work Trackdays am Hockenheimring an. Da kann man noch schnell am Abend fahren wenn man in der Nähe wohnt.

 

bearbeitet von Yellowstang

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Später ist dann der Pistenclub und Die schnellen Schwaben top. Der Pistenclub bietet eine große Streckenauswahl, super Organisation und buchbares Coaching.

Schnelle Schwaben sind auch top organisiert.

Schöne Grüße

Stefan

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Ich erinnere mich noch an meinen ersten Fahrten auf der Rennstrecke . Ich dachte wo bin ich hier fahre doch schon >30 Jahre mit einem Fahrzeug . Es ist alles anders als

auf Autobahnen oder Landstraße . Man fährt Kurvengeschwindigkeiten die man vorher nicht kannte und es gibt schnellere die dich dann überholen. Das heißt erstmal Vorsicht

und es nicht so schnell angehen beim ersten Mal. Herzlich Willkommen hier im Forum. Gruß Michael

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Vielen Dank für Euer Feedback!

Ich werde es nächstes Jahr auf jedenfall wagen :1310_thumbsup_tone1:

MfG Karl

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Willkommen Karl,

Trackdays sind auf jeden Fall eine empfehlenswerte Erfahrung, vorab ist aber vielleicht sogar ein Fahrsicherheitstrainig nicht schlecht wenn man wirklich null Erfahrung hat.

Da sammelt man schon mal etwas Gruppenerfahrung und lotet die ein oder andere Grenze aus.

 

Touri-Fahrt aufem Ring würde ich zum Anfang eher nicht empfehlen, Track ist zum einen viel zu lang und es geht recht hecktisch zu gerade wenn man selbst den Kurs nicht richtig kennt. Da muss man mehr nach hinten gucken als nach vorne um nicht ständig im Weg zu sein ;-)

 

Trackdays sind wie gesagt klasse, gerade die offenen wo jeder fahren kann wie er kann.

Wenn alle los fahren ist es erstmal wusselig aber nach den ersten paar Kurven entzerrt sich das Ganze so dass jeder für sich fahren kann.

 

Dann kann man in Ruhe seine Linie finden und sich langsam steigern.

Vor und nach dem Stint auch ruhig mal den Reifendruck checken ;-)

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vor 1 Stunde schrieb Domi45:

[...] vorab ist aber vielleicht sogar ein Fahrsicherheitstrainig nicht schlecht wenn man wirklich null Erfahrung hat.[...]

Absolut korrekt! Das sollte aber eine Selbstverständlichkeit sein.

bearbeitet von Maody66
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Auf jeden Fall zu Beginn ein Fahrsicherheitstraining um zu lernen wie sich das Auto in Extremsituationen verhält.

Ich habe zu Beginn auch ein Fahrsicherheitstraining gemacht und kurz darauf an einem Drifttraining teilgenommen. 

Nachdem mir bei einem Trackday im Kurvenausgang das Auto bei 120km/h mal quer gekommen ist, war ich auch sehr froh darüber diese beiden Trainings absolviert zu haben :3_grin:

bearbeitet von PePe92
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Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es auch nicht schadet, wenn man einen Trainer / Instuktor dabei hat. Gerade bei für  Neuling kann es sehr hilfreich sein, wenn man die Linie schonmal angesagt bekommt. Beim ersten Mal gibt es ohnehin mehr als genug unbekannte Einflüsse.

-Der Speed

-Andere die links und rechts vorbeifahren

-Bremspunkte

-Kurvengeschwindigkeit

Ein die paar Tips sind da wirklich sinnvoll und gut investiert.

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Definitiv!

Ich hab den Weg über ADAC Intensiv, Perfektion und sogar A-Lizenz genommen. Dann beim Pistenclub mir den Franz Jung einen Vormittag ins Auto gesetzt und als er gemeint hat, "ich bringe mich nicht um" ;-), bin ich alleine gefahren. Dabei lange in HHR, damals auch öfter den kleinen Kurs, dann Nürburgring GPX/Sprint, Bilster Berg und nach etlichen Trackdays erst zum Perfektionstraining XL auf die Nordschleife. Das war eine schöne Steigerung.

Beim Skifahren fährt man ja als Anfänger auch nicht gleich den Hahenkamm runter, oder so.

bearbeitet von murdock
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